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Hammer: Whynachtsmarkt again!

6 Dez

oder: Schnäpse und Kekse

Es ist immer wieder schön, bemerkenswert und gleichzeitig vollkommen besorgniserregend, jedes Jahr zum Beginn der Weihnachtsmärkte in dieser schönen Stadt Folgendes zu erfahren:

Völlig fremde und unbekannte Menschen der Personengruppe A (Schurken) schenken völlig fremden und unbekannten Menschen der Personengruppe B (Chantal & Ronnie) entweder Schnäpse mit K.O.-Tropfen drin oder kleine Tüten mit Weihnachtsgebäck plus Rattengiftanteilen. Das heißt, sie versuchen, ihre fiesen Sachen zu verschenken, stellen aber schnell fest, dass das sehr gut funktioniert. Bei Menschen, die sie gar nicht kennen und umgekehrt!!!

Irre.

Die Weiler ist selbst schwer schnäpseaffin, aber erstens nicht bescheuert und zweitens nicht von völlig Unbekannten. Im Leben nicht! Noch nicht mal im Karneval. Obwohl. Die Erfahrung hat glücklicherweise gezeigt, dass der Rheinländer an sich nicht gerne Leute killt, in der Karnevalszeit nicht und generell auch nicht. Deshalb kann man auch mal gut mit Fremden schnäpsen.

Zurück zum Thema. Ich weiß nicht, was Menschen der Personengruppe B bewegt, Schnäpse und Essen von nicht bekannten peoples anzunehmen und zu verzehren … Vielleicht, weil es umsonst ist? Aber hier kommen doch SOFORT die an dieser Stelle schon so oft zitierten großen amerikanischen Kinofilme und TV-Serien ins Spiel, in denen fremde Freundliche oft nichts Gutes im Schilde führen und nur freundlich sind, um andere schäbig zu killen oder ihnen die Frauen zu klauen. Oder Häuser, Moneten, Kinder oder einfach nur das Auto … Oder aus Spaß (weil sie wahnsinnig sind).

Niemals Schnaps und Keks von Fremden nehmen und essen!

Denn wenn man nicht aufgegessen wurde, nachdem man fremderleuts vergiftete Geschenke verkostet hat und wegen anschließender Unpässlichkeit und daraus folgender Bewusstlosigkeit im Krankenhaus aufwachen musste, ist man zwar glücklich über das eigene Leben, aber auch peinlich berührt, weil das Radio schon darüber berichtet hat: Man ist das Gespött der ganzen Stadt in ihrem Vorweihnachtsgedöns! Was werden die Nachbarn sagen.

Keiner will das.

Man sollte vielleicht einfach um die Weihnachtszeit herum in der Öffentlichkeit den Mund halten und einfach dankbar sein, dass man hier und heute noch bummeln kann, ohne erschossen, erstochen, geköpft oder in die Luft gesprengt zu werden – da muss man die Verdauung, das Schicksal, Universum, Gott und alle anderen nicht noch herausfordern, und unbekannte Schnäpse und Kekse essen. Herrjeh. Demut!

6. Dezember 2015

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Zigarre

11 Aug

Neulich in Berlin

Der ältere Herr kommt mir entgegen. Er streift hier oft durch die Straßen. Ein friedlicher und freundlicher Mensch, der nicht der Norm entspricht und die Vorbeiziehenden um ein paar Piepen oder eine Kippe anspricht.

»Haben Sie vielleicht eine Zigarre für mich?«

11. August 2012