Batman & Shakespeare

19 Sep

Beim Nachdenken darüber, ob und wann ich endlich meine eigene Samstagabendshow bekomme, mit mehreren Stückchen Kuchen (auch in der Show), musste ich erkennen, dass der schon jetzt beste Satz des Jahres folgender ist. Er stammt von Frau Merkel:

»Herr Rösler ist gerne Vizekanzler und das kann ich gut verstehen.«

Er ist noch besser, als die Bemerkung der Regentin auf Mr. Sarkozys Frage während einer Pressekonferenz:

»Are you tired?«

»Tired? Nö!«

Und für alle, die schlechte Laune haben: Den neuen Batmanfilm schauen. Erst beschließen Batman und Catwoman, dass sie keinen umlegen wollen. Später findet Catwoman das aber eine eher ungünstige Idee. Drei Stunden Kloppe und Explosionen! Danach hat man erst mal keine Sorgen mehr und ist gut taub auf beiden Ohren.
Aber so soll es ja auch sein und das ist gut so.
Eigentlich haben die Batman-Geschichten ganz viel von Shakespeare. Worum geht es denn immer, neben der Kohle und der Gerechtigkeit? Liebe und Tod, Freundschaft, Verrat und Vertrauen … wie im richtigen Leben. Nur ohne die Actionszenen.
Meistens geht ein tragischer Verlust den Aktionen der Schurken voraus. Klar, wenn die Bösen anfangen, müssen die Guten und Batman sich wehren. Ich erinner wehmütig an den heulenden Arnold Schwarzenegger als Mr. Freeze, den Eismann, der erst in die Knie ging vor Kummer und dann ganz schön böse wurde, weil seine geliebte Frau unheilbar krank war und dann sterben musste. Das konnte er nicht verhindern & verwinden. Oder Joker, der ein ganz normaler Junge war und dann Familienhorror durchleben musste. Ähnlich Catwoman. Und ich bin jetzt schon gespannt, wann der nächste Batman mit Two-Face ins Kino kommt. Die Bösen waren mal Gute, haben aber einen Knacks bekommen durch eine schlimme Erfahrung. Und dann die Kurve nicht mehr gekriegt. Oder sind zu spät zum Arzt. Wie der Joker. Der ist ja dann gleich mal gut verpackt im Arkham Asylum gelandet. Alles wegen gebrochener Herzen!
Was die Liebe alles anrichten kann!!! Sagt Shakespeare auch oft.

Hier noch Kurzes zur Grusel & Kreisch-Reihe: Es gibt wieder einen Film mit jungen naiven Amerikanern und einer Hütte im Wald (siehe auch Gut abgelenkt oder Freitag, der 13.)! AAABER es gibt nicht nur Hack und Mord, es gibt auch Finger im Hintergrund, die auf Knöpfe drücken und dann passieren Sachen! Wie in »The Truman Show«, nur in ganz böse. Natürlich guck ich mir den nicht an, wo ich doch schon beim Intro vom Tatort Herzklapp kriege! Leicht irre, alles.

Apropos leicht irre: Warum war keineR* beim Slutwalk???

Und noch:

Florida ist die geistige Heimat des Death Metal? Stimmt das? Ich bin skeptisch! Aber die Quelle ist seriös … Außerdem, und hier komme ich zum Ende: Ich habe noch nie als Prostituierte gearbeitet, will aber auch kein Buch darüber schreiben.

19. September 2012

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